In den vergangenen Tagen und Wochen wurde sowohl in der Presse wie auch auf anderen Plattformen rege über die Trainingsmöglichkeiten und den damit verbundenen Bau eines Kunstrasenplatzes im Sportzentrum Nonnenholz diskutiert. Die Jugendabteilung des SV Weil hat diese Diskussion mit großem Interesse verfolgt und möchte hierzu ebenfalls Stellung beziehen.

Die Jugendabteilung des SV Weil unterhält derzeit 18 Mannschaften mit rund 300 Jugendspielern und zählt hiermit zu den größten Jugendabteilungen in ganz Südbaden. Für die Betreuung der Jugendspieler sind rund 50 Trainer/-innen und Betreuer/-innen im Einsatz, welche wöchentlich mehrere Stunden ehrenamtlich für die Jugendarbeit des SV Weil leisten. Unsere Trainer/-innen und Betreuer/-innen leisten so einen wichtigen Beitrag für die Jugendarbeit der Stadt Weil am Rhein. Dieser Einsatz kann in der Zeit der finanziellen Engpässe der Kommunen nicht hoch genug bewertet werden. Ohne die Jugendarbeit der Vereine in Weil am Rhein, wäre die Stadt auf zahlreiche Jugendsozialarbeiter/-innen angewiesen, welche ein Vielfaches der derzeitigen Ausgaben der Stadt für die Jugendarbeit in den Vereinen kosten würde. Die Vereine erhalten ja bekanntlich einen Jugendförderungszuschuss je Jugendliche/r in Höhe von 8,00 € im Jahr. Eine Recherche über die Höhe des Jugendförderungszuschusses bei anderen Kommunen hat gezeigt, dass dieser oft ein Vielfaches des Zuschusses der Stadt Weil am Rhein beträgt. Jeder der Vereine, die Jugendarbeit in der Stadt Weil am Rhein anbieten und sich so um die Belange der jungen Menschen in unserer Stadt kümmert, hat die Unterstützung und Anerkennung der Stadt Weil am Rhein sowie seiner Gremien verdient.

Die Jugendarbeit des SV Weil stieß in den vergangenen Jahren und Monaten im Sportzentrum Nonnenholz deutlich an ihre Grenzen. Die Jugendmannschaften absolvieren in der Woche rund 35 Trainingseinheiten und sind 50 Stunden auf den Trainingsplätzen im Sportzentrum Nonnenholz und Märkt zu finden. Die Aktivmannschaften des SV Weil sowie des FC Bosporus Weil beanspruchen ebenfalls die Trainingsmöglichkeiten im Nonnenholz, so dass ein geregelter Trainingsbetrieb in den frühen Abendstunden, bei schlechter Witterung und Sperrung einzelner Plätze, nicht mehr möglich ist. Eine Verlegung der Trainingszeiten auf die Nachmittagsstunden ist aufgrund der Berufstätigkeit der Trainer/-innen und Betreuer/-innen sowie der Unterrichtszeiten der Spieler/-innen nicht möglich.

Die hieraus entstehenden Spannungen zwischen allen Beteiligten finden sich mittlerweile in jeder Situation der Vereinsarbeit wieder. Die Arbeit der Verantwortlichen des SV Weil besteht seit Monaten darin, zwischen den Parteien zu vermitteln und einen möglichst geordneten Trainingsablauf, meist leider nur in Ansätzen, zu ermöglichen. Dies sorgt für erhebliche Missstimmung unter allen Beteiligten, was insbesondere aufgrund der ehrenamtlichen Arbeit der Jugendtrainer/-innen zu erheblichen Problemen führt.

Einige Jugendtrainer haben ihre Tätigkeit beim SV Weil aufgrund immer wieder kommender Probleme bereits eingestellt, da diese an einer Tätigkeit in ihrer Freizeit Freude haben wollen. Dies ist derzeit aufgrund der schlechten Platzsituation und der dadurch resultierenden Diskussionen nur schwer möglich.

Die Jugendabteilung des SV Weil möchte auch künftig eine qualitativ und quantitativ hochwertige Jugendarbeit mit und für die Stadt Weil am Rhein anbieten und so den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, in einem Verein organisiert, sich persönlich wie auch sportlich zu entwickeln. Hierzu ist die Jugendabteilung des SV Weil auf entsprechende strukturelle Rahmenbedingungen angewiesen, welche sie derzeit im Sportzentrum Nonnenholz leider nicht vorfindet. Die Jugendabteilung des SV Weil sowie all seine Mitglieder sind demnach auf den Bau bzw. Umwandlung der Trainingsplätze hin zu einem Kunstrasenplatz angewiesen und hoffen, dass die Stadträte sowie die Verwaltung der Stadt Weil am Rhein einer Umsetzung im kommenden Jahr in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2012 zustimmen.

Die Jugendvorstandschaft des SV Weil 1910 e.V.