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Interview Nonnenholz Aktuell mit Christian Bauen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 10:11 Uhr

Für die Jugendteams des SV Weil ist etwas mehr wie die Hälfte der Begegnungen gespielt. Ein Zwischenfazit fällt aufgrund der gezeigten Leistungen sehr positiv aus. Die Redaktion von Nonnenholz Aktuell hat sich daher mit dem Sportkoordinator der U9- bis U17-Junioren Christian Bauen unterhalten. (Das Interview wird am Wochenende zum Heimspiel der ersten Mannschaften gegen den SV Waldkirch in Nonnenholz Aktuell abgedruckt).

Nonnenholz Aktuell: Christian, wie bist du mit dem Saisonstart der Jugendteams zufrieden?

Christian Bauen: Bei den Teams ist die Hälfte der Vorrunde absolviert und wenn man die verschiedenen Tabellen der Mannschaften im Leistungsbereich (U14- bis U19-Junioren) anschaut, kann man mit dem Saisonstart mehr als zufrieden sein. Jedoch sind Tabellen und Resultate das Eine, wie diese Resultate zustande kommen interessiert mich aber eigentlich mehr, nämlich dass die Teams das im Training gelernte umsetzen, manchmal auch auf Kosten eines vielleicht positiveren Resultates. Der Leistungsgedanke des SV Weil beruht nicht primär auf Resultaten sondern auf der individuellen Ausbildung der Spieler und dem Umsetzen der Philosophie sowie der Heranführung der Spieler an den Aktivbereich. Dies zeigt ja das Beispiel Fabian Schmidt, welcher als U19-Junior vor zwei Wochen hier sein Debüt für die erste Mannschaft gab.

Nonnenholz Aktuell: Die Stimmung im Trainerteam der Jugendabteilung müsste daher derzeit ja sicher gut sein?

Christian Bauen: Es stimmt, Erfolg macht ruhig. Die Stimmung unter den Trainern ist dementsprechend entspannt, was sich nicht zuletzt an den konstruktiven und kooperativen Trainersitzungen bemerkbar macht.

Nonnenholz Aktuell: Die U19-Junioren stehen derzeit an der Tabellenspitze der Verbandsliga. Hast du damit vor Saisonbeginn gerechnet?

Christian Bauen: Dass das Team von Tobi Bächle und Bernd Grether vorne dabei sein wird, damit habe ich insgeheim schon gerechnet. Dass es aber in der aktuellen Tabelle gleich der erste Platz ist, ist doch eher überraschend, auch wenn die Mannschaft natürlich über sehr viel Qualität und individuell hervorragende Spieler verfügt. Aber es zeigt sich einfach, dass mit Kontinuität und seriöser Trainingsarbeit sehr viel möglich ist. Und auch im Pokal ist das Team ja auf einem ausgezeichneten Weg.

Nonnenholz Aktuell: Wie schätzt du die bisherigen Leistungen der U17-Junioren in der Landesliga ein und die Chancen auf deren direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga?

Christian Bauen: Wenn man bedenkt, dass doch einige Spieler aus dem jüngerem Jahrgang den Sprung in die U17 geschafft haben, muss man die bisherigen Leistungen doch als mehr als zufriedenstellend bewerten. Es macht sich auch hier die hervorragende Arbeit des Trainerteams Thomas Lindemann und Sascha Kuberg bemerkbar, welchen die Integration der neuen und jüngeren Spieler gut gelungen ist. Daher tritt die Mannschaft sehr homogen auf, und ein direkter Wiederaufstieg liegt absolut im Bereich des Möglichen, zumal er natürlich absolut wünschenswert wäre. Und wie die U19 ist man ja auch im Pokal nach dem Sensationssieg gegen den Oberligisten Pfullendorf noch mit von der Partie.

Nonnenholz Aktuell: Die U16-Junioren von Peter König spielen als junger Jahrgang 1996 in der Kreisliga eine gute Rolle und sind nach vier Spielen noch ohne Verlustpunkt? Gelingt den 96er vielleicht der lang ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga als Unterbau für die U17?

Christian Bauen: Es ist wichtig für die weitere Entwicklung, dass der jeweils jüngere Jahrgang der U-Mannschaften in der Bezirksliga spielt. Von der qualitativen Besetzung und vom Potential her bin ich eigentlich zuversichtlich dass der Aufstieg realisiert werden kann, zumal der Trainer, Peter König, ja so eine Art „Spezialist“ ist, was Aufstiege betrifft. Er hat ja damals auch die U15 in die Verbandsliga und letzte Saison die U14 in die Bezirksliga geführt.

Nonnenholz Aktuell: Die U15- und U14-Junioren sind toll in die Runde gestartet und sind in der Tabelle der Verbandsliga bzw. Bezirksliga vorne zu finden. Wie siehst du die Entwicklungen der Teams?

Christian Bauen: Alle Trainer im Jugendbereich leisten wirklich tolle Arbeit, auf und neben dem Platz. Da die Spiel- und Trainingsphilosophie von den Trainern sehr gut umgesetzt wird und sie in der Lage sind, diese auch im individuellen Bereich den Spielern zu vermitteln, sind die Fortschritte im Spiel nur eine logische Folge dieser Arbeit. Wir arbeiten nach diesem Konzept nun seit 5 Jahren und die Früchte der Arbeit können wir nun langsam ernten. Die Resultate und die daraus folgendenden Tabellensituationen sind kein Zufall.

Nonnenholz Aktuell: Wie sieht die Entwicklung in den Teams der U9- bis U13-Junioren aus? Dürfen wir uns wiederum auf gute Jahrgänge in den kommenden Jahren freuen?

Christian Bauen: Wie schon angedeutet, arbeiten alle Trainer nach derselben Methodik, was mittelfristig automatisch zu der Entwicklung führt, wie wir sie nun im oberen Bereich des SV-Nachwuchses beobachten können. Durch die gute Grundausbildung der Spieler im Kinderfußball (Fußballschule sowie U9- bis U11-Junioren) sind die Trainer im Nachwuchsbereich in der Lage, im taktischen Bereich anspruchsvoller arbeiten zu können. Die Resultate im Kinderfußball stehen denen des Nachwuchses in nichts nach, haben wir doch im unteren Bereich Teams, welche Woche für Woche gegen zwei Jahre ältere Gegner antreten, was natürlich positiven Einfluss auf die Spielgestaltung hat und die Kinder auch im physischen und mentalen Bereich fordert und fördert.

Nonnenholz Aktuell: Die Jugendabteilung des SV Weil hat mit Dominik Kiesewetter im April einen neuen Jugendleiter bekommen. Was hat sich seither verändert bzw. welche Entwicklungen sind zu beobachten?

Christian Bauen: Ich denke, dass es für den SV Weil ein Glücksfall ist, dass Dominik Kiesewetter den Weg zurück in den Verein und in eine entscheidende Position gefunden hat. Für mich als Sportkoordinator zeigt sich dies vor allem auch darin, dass noch mehr Wert auf die sportliche Entwicklung der Spieler gelegt wird als bis anhin schon. Es ist wichtig dass der sportliche Leiter und die Jugendleiter Dominik und Bernd dieselbe Philosophie vertreten und sportlich dieselbe Sprache sprechen. Bei uns ergibt sich dies natürlich daraus dass Dominik Kiesewetter seit vielen Jahren und ich, bis zur Aufnahme meiner Tätigkeit beim SV Weil im Jahr 2007, beim FC Basel, dem Kooperationspartner des SV Weil, tätig waren bzw. sind.

Nonnenholz Aktuell: Christian, vielen Dank für das interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg.