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Der SVW 1 steht mit dem Rücken zur Wand PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 07:54 Uhr

Das Ziel heisst Klassenerhalt für Mathias Chrobok und seine MannschaftMit dem Rücken zur Wand steht der SV Weil in der Verbandliga Südbaden. In den bisherigen 18 Saisonspielen gelangen unserer Mannschaft nur vier Siege und zwei Unentschieden. Zwölfmal musste man als Verlierer vom Platz. Auf dem vorletzten Platz liegend ist der SV Weil somit akut abstiegsgefährdet. Da mit dem Bahlinger SC, dem FC Villingen und dem Offenburger FV drei südbadische Vereine in der Oberliga am Tabellenende stehen, muss mindestens mit einem Absteiger von dort gerechnet werden. Somit müssen in der Verbandsliga vier Vereine den Gang in die Landesliga antreten. Soll der SVW nicht die bittere Pille schlucken, muss in den verbleibenden zwölf Spielen kräftig gepunktet werden. 32 Punkte sollten es mindestens sein, um den Klassenverbleib zu realisieren.
Doch wie konnte es soweit kommen, nachdem der SV Weil eine grandiose Saison 2010/2011 spielte, in der eigentlich nur das i-Tüpfelchen zum totalen Triumph fehlte. Ob die Mannschaft nach der Pokalniederlage und dem verpassten Oberligaaufstieg die Lust am Fussball verloren hat, können schlussendlich nur die Spieler selbst beantworten. Ganz sicher mitverantwortlich für die Misere ist die zu kurz geratene Sommerpause, wo die Mannschaft bereits zwei Wochen nach der Niederlage in Mannheim wieder zum Training gebeten wurde. Ob das in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit den vielen Verletzungen zu bringen ist, wird sich nicht mehr klären lassen. Fakt ist, dass der SV Weil trotz großem Kader nicht in der Lage war, verletzt fehlende Spieler wie Fuhrler, Elsasser, Kluge, Emmerich, Schäuble und Olveira zu ersetzen. Hinzu kamen die studienbedingten Vereinswechsel von Stefan Dede und Timo Schaffhauser und weitere private Absenzen an Spieltagen. Dass man kein Glück hat, wenn man unten steht, musste unsere Elf ebenfalls leidvoll erfahren. Oftmals mit der besseren Spielanlage und der Mehrzahl an Chancen ausgestattet, verlor man durch das Auslassen bester Chancen und unglaubliche individuelle Fehler im Abwehrverhalten. Torwart und Abwehrverbund stellen mit 42 Gegentreffern so auch den zweitschlechtesten Wert in der Liga.
Nach der 1:2 Schmach in Mörsch und damit sechs Niederlagen in Serie musste der zu Saisonbeginn neu verpflichtetete Trainer Marco Schneider gehen. Auch Nachfolger Mathias Chrobok schaffte es zunächst nicht, das Blatt zu wenden, obwohl die Mannschaft seither wesentlich engagierter auftritt. Mehr denn je sorgten individuelle Fehler für Tristesse im Nonnenholz. Waldkirch siegte schmeichelhaft, nachdem beste Chancen ausgelassen wurden. Der VfB Bühl wurde nach kapitalem Torwartfehler und abermals ausgelassenen Chancen mit dem Sieg beschenkt. Zuvor verlor man verdient in Bad Dürrheim. Das Ende der Niederlagenserie gelang dann gegen den SV Endingen. Nach einer weiteren Pleite in Hausen folgte zum Schluss die Punkteteilung gegen den FC Denzlingen. Mit 3:0 führte unsere Elf bereits, ehe in der 92. Minute noch der bittere Ausgleichstreffer kassiert wurde. Erneut patzte der Tormann des SVW.
Mit 17 Einsätzen führt Martin Braun in der Einsatzstatistik vor Fabio Bibbo und Imad Kassem-Saad mit jeweils 16 Spielen. Insgesamt wurden 31 Spieler eingesetzt. Die meisten Tore erzielte Fabio Bibbo (10) vor Daniel Schäuble und Guido Perrone (4).
Nicht mehr und nicht weniger als der Klassenerhalt zählt für den SV Weil in der Rückrunde. Vorausgesetzt, in der Vorbereitungsphase wird gut gearbeitet, kann Mathias Chrobok mit seiner Mannschaft nochmals angreifen. Personell wird es auf jeden Fall Veränderungen geben, mehrere Neuzugänge stehen bereits fest. Am 30. Januar bittet „Chrobbi“ erstmals zum Training. Der Vorbereitungsplan wird zeitnah auf der Homepage veröffentlicht. Neben Trainingseinheiten in der Halle nimmt die 1. Mannschaft am Hallenturnier des FC Wehr (14.01.2012) teil.