Mathias Chrobok beendet die Saison mit seiner Elf auf Platz 6 (Foto: Thomas Breest)Nach dem Fastabstieg im Vorjahr gaben sich die Verantwortlichen bescheiden im Hinblick auf die kommende Saison. Ein einstelliger Tabellenplatz, möglichst die direkte Qualifiktion für den SBFV-Rothaus-Pokal sollte es am Ende sein. Durchs Ziel ging der SV Weil schlussendlich auf Platz 6 und erfüllte damit das im Juli formulierte Saisonziel. Was auf den ersten Blick nach einer Runde ohne Höhen und Tiefen aussieht, entpuppt sich bei genauerer Analyse nach einer rasanten Berg- und Talfahrt mit versöhnlichem Ende.
Begonnen wurde die Saison traditionell mit dem Infoabend, auf welchem die neuen Spieler intern vorgestellt wurden. Mit sechs Spieler aus der eigenen U19 und zwei Spielern aus der Reserve verstärkte sich der SV Weil in erster Linie von innen heraus. Auf Anhieb die Chance genutzt haben dabei Dennis Götz, Maximilian Imgraben und Fabian Schmidt, die sich einen festen Platz in der Elf von Coach Mathias Chrobok sicherten. Auch Sergen Egin zeigte bis zu seiner Verletzung ansprechende Leistungen und lässt mit dem komplett ausgefallenen Yannik Weber für die Zukunft hoffen. Durch Verletzungen gebremst wurden die externen Neuen Joni Said (Black Stars Basel) und Alex Noumen (FC St. Louis), die bei ihren wenigen Einsätzen aber zu gefallen wussten. Der Königstransfer war die Verpflichtung des 19-jährigen Ridje Sprich. Der beim FC Basel ausgebildete Deutsch-Kameruner katapultierte sich an die Spitze der Torjäger und wurde mit 25 Toren deren Bester.
Nach einer gelungenen Vorbereitung war der Saisonstart dann alles andere als befriedigend. Einem glücklichen Punkt beim Aufsteiger Freiburger FC folgte ein weiterer gegen den späteren Vizemeister VfR Hauisen. Verbandsligatorschützenkönig: Ridje Sprich (Foto: Thomas Breest)Beide Male verhalf ein Elfmeter zum Weiler Glück. Verlassen hatte dieses den SVW beim FC Bötzingen. Beim 4:0 hatte die Mannschaft keinen Wunsch. Peinlich wurde es gegen den VfB Bühl, nur 3:3 gegen die Letzten aus der Zwetschgenstadt.
Und auch in Denzlingen wollte die Serie nicht enden. Mit 4:0 war die Elf noch gut bedient. Der erste Sieg gelang durch einen Schachzug von Trainer Mathias Chrobok. Der 41-jährige Co-Trainer Thomas Schwarze mutierte vom Co-Trainer zum Abwehrchef und sorgte für die bisher fehlende Sicherheit. Der Meister SV Oberachern wurde mit 3:1 besiegt. Es folgte ein 4:3 Sieg beim Lahrer FV. Gegen den SV Linx war der SV Weil in allen Belangen unterlegen und verlor verdient mit 4:1. Erstmals ohne Gegentor blieb Maxi Imgraben beim SV Endingen. Sprich’s Tor kurz vor Ende war drei Punkte wert. Der unnötigen Niederlage gegen Rhodia Freiburg (3:4) folgte ein 5:1 gegen den SV Waldkirch. Nachgelegt wurde beim FV Schutterwald (2:0) und der schlechte Start war schon fast vergessen. Der Dämpfer folgte schon im nächsten Spiel, das mit einer schwachen Leistung in Stadelhofen (1:2) verloren wurde. Mit einer kleinen Serie gelang dann der Sprung auf Rang 3. Ein 3:1 gegen den Freiburger FC, der erste Sieg beim VfR Hausen seit sieben Jahren (1:0) und ein 3:1 gegen den Aufsteiger Spvgg F.A.L. hievte die Chrobok-Elf auf den dritten Platz, auf dem rund drei Monate überwintert wurde.
Imad Kassem-Saad war immer dabeiKaum Veränderungen im Kader gab es zum Jahreswechsel. Guido Perrone kehrte nach dreieinhalb Jahren zum FV Lörrach-Brombach zurück. Daniel Mundinger wechselte über den Tüllinger zum SV Weil. Ein 0:0 der besten Sorte sahen die Zuschauer gegen den Tabellenführer FC Bötzingen. Nach Chancen hüben wie drüben wurden die Punkte im Nonnenholz geteilt. Ein böses Erwachen folgte nur eine Woche später gegen den VfB Bühl. Bei der 3:4 - Pleite patzte die Mannschaft an allen Ecken und Ende und läutete den steilen Abstieg aus der Spitzengruppe ein. Noch Pech hatte die Weiler Elf gegen Denzlingen (1:2), schon in Oberachern verlor man klar (0:4). Im Heimspiel gegen den Lahrer FV glückte der Ausgleich in der 119. Minute. Neuzugang Daniel Mundinger wurde mit einer Schulterverletzung dreißig Minuten behandelt. Weitere Verletzungen gestalteten die Lage nicht besser und so ging auch das Spiel in Linx mit 2:0 verloren. Nach der 0:3 Heimniederlage gegen den SV Endingen, dem siebten sieglosen Spiel in Serie, musste man sich erstmals mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen. Allerdings nur eine Woche, denn gegen den SV Rhodia Freiburg gelang den Blau-Weissen der lang ersehnte Befreiungsschlag. In Waldkirch wurden die letzten Zweifel beseitigt (3:1) und gegen den FV Schutterwald gelang der dritte Sieg in Serie (5:2). Ein nicht mehr für möglich gehaltener Saisonabschluss gelang mit zwei weiteren Erfolgen gegen Stadelhofen (4:2) und in Überlingen (2:1). Mit fünf Siegen in Serie ging es wieder aufwärts auf Rang 6.

Die Fakten zur abgelaufenen Spielzeit:
13 Siege, 5 Unentschieden, 10 Niederlagen, 57:53 Tore, 44 Punkte
Die meisten Einsätze: Imad Kassem-Saad (28), Martin Braun (27), Jochen Bürgin (27), Ridje Sprich (27)
Die meisten Tore: Ridje Sprich (25), Imad Kassem-Saad (10), Daniel Schäuble (8)
Die besten Vorbereiter: Ridje Sprich (12), Imad Kassem-Saad (10), Jochen Bürgin (8)
Ein Jubiläum feiert der SV Weil somit im nächsten Jahr. Zum zehnten Mal in Folge spielte die 1. Mannschaft in der höchsten südbadischen Spielklasse. (Zum sechsten Mal in Folge alleiniger Vertreter des Bezirks Hochrhein)

Folgende 31 Spieler wurden eingesetzt.

Kassem-Saad 28
Braun 27
Bürgin 27
Sprich 27
Imgraben 26
Schäuble 25
Götz 24
Schmidt 23
Uhlenberg 23
Emmerich 20
Elsasser 18
Schwarze 16
Blaschke 13
Fuhrler 12
Egin 10
Kluge 8
Perrone 8
Roemgens 7
Cassetta 7
Said 6
Noumen 5
Mislimovic 4
Mundinger 4
Mollmann 4
Catanzaro 3
Herzog 3
Bernardo 3
Hill 2
Asiain 1
Schumann 1
Pinke 1