SV Weil 1910 - SV Kuppenheim 3:1

Verbandsliga Südbaden - 03. Spieltag 24.08.2013

SV Weil 1910 - SV 08 Kuppenheim 3:1

Ballartisten mit Temperament

Fußball-Verbandsligist SV Weil spielt erneut mit Hacke und Spitze – und gewinnt trotzdem / 3:1-Sieg gegen SV Kuppenheim

Der gefährlichste Angriff der Gäste ereignete sich in der Nachspielzeit. Der Kuppenheimer Trainer Patric Kohm konnte offenbar ganz gut leben mit der 1:3-Niederlage im Nonnenholz, denn "der SV Weil ist eine Spitzenmannschaft", sagte er.

Ob dieser Einschätzung sah sich der Weiler Trainer Mathias Chrobok sogleich berufen, zu widersprechen. Favorit? Nicht doch. Der erste Saisonsieg war zwar verbucht, und das in einer Art und Weise, dass der Gegner froh war, als die 93 Minuten rum waren. Weil hat ja eine temperamentvolle Offensive, die andere gerne hätten in dieser Liga. Doch einher geht, dass es dummerweise oft hinten nicht stimmt und vorn ein Dutzend Chancen für ein Tor verbraucht wird. Also sprach Chrobok: "Wären wir eine Spitzenmannschaft, hätten wir 6:1 gewonnen."

Daraus lässt sich nach einem 3:1 folgern, dass die Gastgeber gegen den Aufsteiger (vier Spiele/neun Punkte) erneut einen bunten Reigen an Möglichkeiten ausgelassen haben. Speziell in der Mitte der zweiten Halbzeit, als den zuvor noch punktlosen Weilern von den immer offensiver verteidigenden Gästen beste Konterchancen offeriert wurden, die Ridje Sprich, Guido Perrone und Fabio Bibbo ausließen, ging Chrobok schon wieder der Hut hoch. Statt optisch wertvoller Lupfer oder Doppelpässchen fordert er Zielstrebigkeit ein. Es sei "immer ein bisschen Zirkus" dabei, urteilte der Weiler Dompteur über seine offensiven Ballartisten, die bereits nach zwei Minuten die Führung besorgt hatten: Sprich traf aus rund 20 Metern per Freistoß, worauf nach Fehler des an diesem Tag vergleichsweise unsicheren Fabian Kluge ein Kuppenheimer Pfostentreffer (4.) und das schnelle 1:1 folgten: Ein Pass von der Grundlinie nach innen und Lucas Grünberger netzte ein (5.).

In der Folge war es dann zunächst noch ein Abnützungskampf, der auch in Richtung Kuppenheim hätte kippen können: Doch nach einem von Bibbo provozierten Eigentor der Gäste war fast nur noch Weil am Drücker. Bibbos 3:1 (50.) bereitete der Stürmer dann selbst vor: Raus zu Sprich, der passt nach innen, wo Bibbo den Ball über den Spann ins Tor rutschen lässt. Ein exzellent herausgespieltes Tor. Im Stil einer Spitzenmannschaft.

Quelle: Badische Zeitung vom 26.08.2013

Der SV Weil 1910 spielte mit folgender Aufstellung: Rodehau - Elsasser, Kluge, Uhlenberg, Schmidt - Bürgin (79. Keita), Fuhrler (81. Weber), Ophoven, Perrone - Bibbo (88. Blaschke), Sprich

Tore: 1:0 Sprich (2.), 1:1 Grünbacher (5.), 2:1 Peter (41./ET), 3:1 Bibbo (50.)

Schiedsrichter: Ehing (Engen)

Zuschauer: 210

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