Fabio Bibbo und der SV Weil unterliegen zum Auftakt mit 0:1 (Foto: Die Oberbadische)

Knapp in in der oberen Hälfte steht der SV Weil zum Jahreswechsel in der Verbandsliga Südbaden. Neun Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen reichen der 1. Mannschaft zu Platz 8 in der Tabelle. Aufgrund der schlechten Platzierung der südbadischen Vereine in der Oberliga muss in diesem Jahr

mit fünf Absteigern in der Verbandsliga gerechnet werden. Auf den 13. Platz, den ersten Abstiegsrang, hat der SVW ein beruhigendes Polster. Mit acht Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger als der VfR Hausen kann Cheftrainer Kurt Schwald seine Mannschaft in aller Ruhe auf die restlichen Spiele vorbereiten.

Ende September sah das noch ganz anders aus. Gerade einmal zwei Siege standen damals auf der Habenseite. Nach dem achten Spieltag belegte die Mannschaft einen Abstiegsrang mit vier Punkten Abstand zum rettenden Ufer. Trainer Mathias Chrobok musste die Konsequenzen tragen und gehen. Bereits der Start in die neue Saison ging daneben. Mit 0:1 siegte der FC Singen im Nonnenholz. Glücklich, denn der Siegtreffer fiel erst in der 90. Minute. Noch vor der Pause hatte der SVW die Chance in Führung zu gehen, doch Rückkehrer Fabio Bibbo konnte einen Elfmeter nicht zum Torerfolg nutzen. Überlegen und dennoch geschlagen endete auch das Gastspiel beim Aufsteiger in Wyhl (1:2). Gegen den SV Kuppenheim gelang dann endlich der erste Sieg. Beim 3:1 liessen die Blau-Weissen noch zahlreiche Chancen liegen. Die Ernüchterung folgte bereits im nächsten Spiel. Gegen den keineswegs übermächtigen Offenburger FV unterlag man 4:2. Wie man auswärts gewinnt führte der SV Endingen vor. Taktisch gut eingestellt siegten die Kaiserstühler auf dem Weiler Kunstrasenfeld mit 3:1.

Der folgende Sieg in Radolfzell (3:0) war erneut nur ein kurzes Strohfeuer. Im Heimspiel unterlag die Chrobok-Elf dem FC Bötzingen mit 3:5, trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung. Als die Mannschaft auch beim FC Denzlingen (1:3) gar keine Anzeichen auf Besserung erkennen liess, zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Coach Mathias Chrobok wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Gegen Stadelhofen der ersehnte Sieg für Imad Kassem-Saad und seine Kollegen (Foto: Die Oberbadische)

Schon in der folgenden Woche hatte Kurt Schwald das Sagen und dessen Worte fanden sogleich Gehör. Der SV Stadelhofen hatte beim 5:1 keine Chance gegen eine aggressiv und konzentriert zu Werke gehende Weiler Elf. Und es kam noch besser.Beim SV Linx lieferte Blau-Weiss eine ganz starke Vorstellung hab. Nach Rückstand sorgten Bibbo, Bürgin, Kassem-Saad, Sprich und Acar mit ihren Toren für eine faustdicke Überraschung. SV Linx - SV Weil 1910 2:5. Den fahren Zug nicht aufhalten konnte auch der FV Schutterwald. Ophoven, Keita und Elsasser sicherten den klaren 3:0 Erfolg mit welchem die Abstiegsränge verlassen wurden. Fast hätte es auch in Bad Dürrheim geklappt, doch vier Minuten vor dem Ende kamen die Gastgeber zum nicht unverdienten Ausgleich (1:1). Nichtsdestotrotz wurde die Serie fortgesetzt. Über fünfhundert Zuschauern sahen das packende Verbandsligaspiel gegen den Tabellenführer Freiburger FC und bereuten ihr Kommen sicher nicht. Am Ende siegte ein kämpferischer SVW mit 4:2. Auch Rhodia Freiburg hatte nichts entgegenzusetzen. Mit einem 5:0-Sieg trat der Weiler Tross die Heimreise an. Nur mit Glück gelang dann der nächste Sieg. Ein gut aufgestellter VfR Hausen war der Führung nahe, doch Sprich traf in der 89. Minute für sein Team und leitete damit den nächsten Sieg ein (2:1). Nach sieben Spielen ohne Niederlage kam es wie es mal kommen musste. Der SV Weil verlor in Waldkirch mit 5:3. Auch zum Rückrundenauftakt gab es nichts zu holen. Individuelle Fehler spielten dem FC Singen in die Karten und am Ende gewannen die Gastgeber mit 4:2. Gegen den SC Wyhl glückte die Revanche. Kluge und ein Doppelpack von Sprich sorgten für einen völlig verdienten 3:0-Erfolg. Im letzten Spiel des Jahres verdiente sich der SV Weil noch einen Punkt. Beim starken Aufsteiger SV Kuppenheim stand es am Ende 1:1.

Eike Elsasser und Co. waren nicht zu bremsen (Foto: Breest)Favorit auf den Meistertitel ist der Freiburger FC. Mit acht Punkten Vorsprung ist den Breisgauern der Aufstieg kaum noch zu nehmen. Im Kampf um Platz 2 haben Linx und Offenburg die besten Karten. Doch auch Kuppenheim, Endingen, Singen und Bötzingen können noch ein Wörtchen mitreden. Das Mittelfeld führt der SV Weil an, gefolgt von den Mannschaften aus Waldkirch, Bad Dürrheim und Rhodia Freiburg. Mit sechs Punkten Abstand ist der FC Denzlingen bereits stark gefährdet. Vizemeister VfR Hausen auf dem ersten Abstiegsplatz und Radolfzell haben noch alle Chancen den 12. Platz zu erreichen. Einen Kraftakt bedarf es für die letzten Drei. Stadelhofen, Wyhl und Schutterwald benötigen Siegesserien um unten wieder herauszukommen.

24 Spieler kamen in der 1. Mannschaft bisher zum Einsatz. Kapitän Fabian Kluge und Fabio Bibbo waren immer dabei (je 19). Einmal gefehlt haben Ridje Sprich, Fabian Schmidt, Florian Emmerich, Fayira Keita und Jochen Bürgin. Bester Torschütze ist Ridje Sprich (15) vor Imad Kassem-Saad (8) und Fabio Bibbo (7). Bester Torvorbereiter ist Fabio Bibbo (10) vor Imad Kassem-Saad (6).

Ridje Sprich führt die interne Torschützenliste an (Foto: FuPa)Komplett verzichten mussten die Verantwortlichen auf Sandro Olveira und Sergen Egin, die verletzungsbedingt noch keinen Einsatz absolvieren konnten. Nur zweimal spielen konnte Thomas Fuhrler, der in der Rückrunde aber wieder zur Verfügung steht, ebenso wie Joni Said, der aus privaten Gründen eine Auszeit nahm. Nicht mehr zur Verfügung steht Maximilian Uhlenberg, der künftig an seinem Studienort Stuttgart Fussball spielen wird. Folgender Fahrplan gilt für den Kader der 1. Mannschaft: Samstag, 18. Januar - Hallenturnier in Wehr, Montag, 27. Januar - Trainingsauftakt im Nonnenholz, Samstag, 08. März - SV Weil 1910 - Offenburger FV (erstes Pflichtspiel). Der Vorbereitungsplan kann unter Downloads heruntergeladen werden.