Verbandsliga Südbaden - 26. Spieltag 19.04.2014

SV Weil 1910 - SV Linx 1:1

Schlagabtausch im Nonnenholz


Mindestens ein Dutzend hochkarätige Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Gefallen sind aber am Samstag in einer hochklassigen Verbandsliga-Partie im Nonnenholz nur zwei Treffer. Am Ende trennten sich Gastgeber SV Weil und der SV Linx mit einem leistungsgerechten 1:1. Es hätte aber auch 5:5 oder 6:6 ausgehen können. Die 235 Zuschauer im Städtischen Stadion hatten ihren Spaß am Auftritt der beiden Mannschaften. Und auch die Trainer geizten nach diesem begeisternden Offensivspektakel nicht mit Komplimenten: „Das war ein Top-Verbandsliga-Spiel mit hoher Qualität auf beiden Seiten“, so der Linxer Coach Harald Heck. Pendant Kurt Schwald sprach von einem „offenen Schlagabtausch mit großem Unterhaltungswert“. Der SV Linx fand besser in die Partie. Und die Weiler Defensive hatte vom Anpfiff weg viel Arbeit. So war die frühe Führung der Gäste in der 8. Minute eigentlich fast schon logisch, für Kurt Schwald aber ein Ärgernis: „Unsere individuellen Fehler werden sofort bestraft. Das nervt.“ Was war passiert" Yannick Weber verlor den Ball im Mittelfeld. Über links ging Eimen Kelbi durch, und in seinen Flankenball rutschte Nico Westermann - 0:1. Weils Innenverteidiger Fabian Schmidt kam einen Schritt zu spät. Die Gastgeber offenbarten an diesem kalten Apriltag Nehmerqualitäten. Unverdrossen suchten sie ihr Heil in der Offensive und wurden in der 29. Minute belohnt. Nach einem Freistoßball von Imad Kassem-Saad wuchtete Fayira Keita die Kugel aus sechs Metern in die Maschen. Dass der SV Weil nicht mit einer Führung in die Pause ging, lag am Linxer Schlussmann Jeremy Bahloul, der dreimal in großartiger Manier gegen Ridje Sprich (33.), Fabio Bibbo (34.) und Keita (43.) parierte. War das Spiel im ersten Abschnitt schon überaus abwechslungsreich, so brannten beide Mannschaften nach der Pause ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab. Und nun wuchs auch Weils Keeper Sven Rodehau über sich hinaus, der zwischen der 67. und 80. Minute mit tollen Reflexen einen Linxer Gegentreffer verhinderte. Die Gäste hatten aber auch Pech mit zwei Pfostenschüssen durch Pascal Kientz (76.) und Jonathan Clauss (85.) In der 79. Minute rettete der für Denis Götz eingewechselte Jochen Bürgin auf der Torlinie. Der SV Linx hätte die Partie durchaus entscheiden können. Das galt aber auch für den SV Weil in diesem offenen Schlagabtausch. So in der 60. Minute, als Sprich mit einem Knallerball aus 16 Metern an Bahloul scheiterte. Elf Minuten später tauchte Bibbo nach einem Pass von Fabian Kluge alleine vor Bahloul auf, auch dieses Mal parierte der Linxer Schlussmann glänzend. Doch nicht genug der Weiler Großchancen: Kassem-Saad hatte in der 82. Minute den Siegtreffer auf dem Fuß. Aber auch der Mittelfeldstratege setzte den Ball aus acht Metern am „langen Pfosten“ vorbei ins Aus. Das war aber noch nicht alles. In der 90. Minute fand erneut Bibbo seinen Meister im überragenden Gästekeeper.
Quelle: Uli Nodler/Die Oberbadische


Der SV Weil 1910 spielte mit folgender Aufstellung:
Rodehau - Elsasser, Kluge, Schmidt, Götz (58. Bürgin) - Ophoven, Weber (63. Emmerich), Keita, Sprich, Kassem-Saad (85. Perrone) - Bibbo

Tore: 0:1 Westermann (8.), 1:1 Keita (20.)

Schiedsrichter: Simon Pace (Engen)

Zuschauer: 230

Fayira Keita (rechts), der für den SV Weil den 1:1-Ausgleich erzielt, glänzt in dieser Szene mit einer akrobatischen Einlage. Da kann der Linxer Geoffrey Feist nur noch staunen. Foto: Uli Nodler/Die Oberbadische