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SV Weil 1910 - FC Emmendingen 2:2 PDF Drucken E-Mail

Landesliga Südbaden Staffel 2 - 08. Spieltag 01.10.2016

SV Weil 1910 - FC Emmendingen 2:2

Zwei Punkte verschenkt

Wieder den Sieg aus der Hand gegeben. Wieder zwei Punkte verschenkt. Weils Trainer Maximilian Heidenreich blieb nach dem Spiel gegen Emmendingen neben einem Zähler, der kaum Trost bietet, erneut nur die bittere Erkenntnis, dass drei Zähler machbar gewesen wären. Zumal sich seine Elf sich den fast schon sicheren Sieg erarbeitet, mehr investiert habe. Den erhofften Lohn gab es nicht. Wie schon zuvor beim 1:1 in Freiburg-St. Georgen konnte Weil eine Führung nicht über die Zeit bringen. Damit wartet der SVW seit vier Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Die sieglose Zeit geht nicht spurlos an der Weiler Mannschaft vorbei. „Die elementaren Dinge stimmen“, sagt Heidenreich. An der Lauf- und Einsatzbereitschaft sowie dem Willen seiner Elf gebe es nichts zu bemängeln. Aber: „Wir können viel besser Fußball spielen.“ Doch das fehlende Selbstvertrauen blockiert den ein oder anderen Weiler Kopf. Die vielversprechenden Eindrücke und Leistungen aus dem Training finden nicht den Weg auf die Landesliga-Plätze.

So spielte der SVW gegen Emmendingen nicht so flüssig nach vorne wie erhofft, es fehlt zudem an der Pfiffigkeit im letzten Drittel. „Es geht nicht alles so leicht vom Fuß“, fasst Heidenreich die leicht angeknackste Psyche in Worte. Dennoch hätte es für einen Heimsieg gereicht, bis kurz vor dem Ende lag der SVW mit 2:1 vorne. Doch eine Unachtsamkeit im eigenen Sechzehner brachte Weil in der letzten Minute doch noch um zwei Zähler. Unbedrängt konnte der Emmendinger Steffen Kemmet im Fünfmeterraum den Ball erst annehmen und ihn dann unter die Latte zimmern – 2:2.

Eine Effizienz, von der Heidenreich in dieser Saison oft träumt. „Zwei von drei“ Chancen habe Emmendingen genutzt. Im ersten Durchgang sei Weil bemüht, aber wenig kreativ gewesen. Dem 0:1 nach 39 Minuten hätten die Gäste beinahe umgehend den zweiten Treffer folgen lassen. „Da haben wir Glück gehabt“, meinte Heidenreich. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich Weil wuchtiger, drehte durch Fabian Kluge (62.) und Witalij Arsentjew (73.) die Partie. „Wir haben die Tore erzwungen“, sagte der Coach. Zudem stach erneut Arsentjew als Joker: zum dritten Mal in dieser Saison eingewechselt, zum dritten Mal danach getroffen. Ein Siegtor ist dem quirligen Angreifer dabei aber noch nicht vergönnt gewesen. So hängen die Weiler im Mittelfeld fest, sehnen sich nach den angestrebten, höheren Gefilden und jener Unbekümmertheit, die sie zwischenzeitlich zu Kantersiegen trug.

Quelle: BZ 04.10.2016

Der SV Weil 1910 spielte mit folgender Aufstellung: Düster - Groß, Kaiser, Mundinger - Obradovic, Njie (65. Sowe), Mislimovic (85. Sanaa), Strazzeri (65. Saccone), Boukaka (65. Arsentjew) - Kluge, Weber

Tore: 0:1 Holderer (38.), 1:1 Kluge (62.), 2:1 Arsentjew (73.), 2:2 Kemmet (90.)

Schiedsrichter: Sontag (Elsass)

Zuschauer: 180