Landesliga Staffel 2 - 14. Spieltag 03.11.2018

Viel Arbeit und etwas Glück

Zweimal jubeln die Weiler im Spitzenspiel der Landesliga gegen die Herbolzheimer Kicker. Foto: Mirko Bähr

Zweimal jubeln die Weiler im Spitzenspiel der Landesliga gegen die Herbolzheimer Kicker. Foto: Mirko Bähr

Charaktertest bestanden: Trotz der Ausfälle einiger wichtiger Stammkräfte hat der SV Weil in der Landesliga, Staffel 2, den FV Herbolzheim zuhause nach enormer Laufleistung mit 2:1 (2:0) besiegt und als i-Tüpfelchen die Tabellenführung weiter ausgebaut.

Elf Siege hat Weil schon auf dem Konto und nach der 0:1-Pleite des Verfolgers Freiburger FC II bei der SpVgg Untermünstertal nun nach 14 Partien sechs Zähler Vorsprung in der Rangliste. Dafür reifelten die Hausherren ohne Ende. Sie verdienten sich den Heimerfolg mit einer starken kämpferischen Leistung.

„Arbeitssieg“, kommentierte Kapitän und Laufwunder Yannik Weber kurz und knapp das 2:1. Weil arbeitete Fußball in Halbzeit zwei. Vor der Pause war das spielerische Element noch auf beiden Seiten zu erkennen, da versuchten es die Teams mit ruhigem Ballbesitz-Fußball. Der Ball zirkulierte in den eigenen Reihen. Nach Wiederbeginn war davon nicht mehr viel zu spüren.

Während die Weiler abgefangene Bälle, da verrichtete die Defensive Schwerstarbeit, zu schnell wieder hergaben, versuchten es die Herbolzheimer mit langen, weiten Bällen in den Weiler Strafraum. Das barg Gefahr, wobei SVW-Schlussmann Julien Theobald viel Ruhe ausstrahlte und so einige Bälle herunter pflückte. Mit einem 2:0-Vorsprung gingen die Gastgeber die Pause. Ridje Sprich hatte nach langer Zeit endlich wieder den Ball im gegnerischen Netz untergebracht, gespielt waren 29 Minuten. Da hatte der Stürmer Athanasios Nothstein den Ball abgeluchst und aus 18 Metern abgezogen. Justin Samardzic erhöhte nach 37 Minuten. Weber hatte einen Schuss in der gegnerischen Hälfte abgeblockt, ging dem Ball hinterher, gewann den Zweikampf und wurde gefoult. Den Freistoß trat er selbst, und das butterweich auf den Kopf seines Teamkollegen. Fast wäre Justin Samardzic noch das 3:0 gelungen, doch in Minute 44 war Torwart Pascal Metzger zur Stelle.

Ein 2:0 ist kein sanftes Ruhekissen. Das zeigte sich einmal mehr nach Wiederbeginn. Lange Zeit plätscherte die Partie so vor sich hin. Keine Mannschaft übernahm so recht die Initiative. Weil ließ sich etwas einlullen und Samradzic an der Außenlinie abkochen. Am Ende bekam Thomas Bober den Ball in Gasse gespielt, den er in der 61. Minute zum 1:2 im Weiler Tornetz unterbrachte. Es war die erste Chance des FVH in den zweiten 45 Minuten. Jetzt war Herbolzheim am Drücker. Die Gäste gewannen fast jeden Zweikampf und waren drauf und dran, den Ausgleich zu markieren. Ein Kopfball von Mario Hess ging nach 71 Minuten aber knapp am kurzen Pfosten vorbei, Adrian Frankus (85.) kam dann in aussichtsreicher Position zum Abschluss und in der 90 Minute hatte Bober die Chance, doch sein Schuss ging über den Kasten.

„Wir haben uns nicht sehr clever angestellt“, befand Weils Trainer Tobias Bächle. Obwohl man gewusst habe, wie stark der Gegner nach Standards sei, habe man viel zu viele Fouls produziert. „Und wir haben zu schnell die Bälle verloren statt geduldig zu agieren.“ Die erste Hälfte sei okay gewesen, ab der 60. Minute habe man aber schon gespürt, dass man wie der Gegner auch das dritte Spiel innerhalb von einer Woche bestreite. „Schon vor dem Spiel klagten einige Jungs über schwere Beine. Irgendwann war dann der Akku leer.“ Die Einstellung habe allerdings gestimmt, lobt Bächle nach dem knappen Erfolg.

Weiler Zeitung 05.11.2018

Spielbericht