Landesliga Staffel 2 - 18. Spieltag 01.12.2018

SV Weil vergibt Chancen auf den Sieg

Patric Lauber holt mit dem SV Weil einen Punkt in Rheinfelden

Patric Lauber holt mit dem SV Weil einen Punkt in Rheinfelden

So richtig verstehen wollte es Tobias Bächle nicht. Der Trainer des SV Weil hätte mit seiner Mannschaft gerne auf dem Kunstrasenplatz des Europastadions gespielt, für die technisch beschlagenen Weiler wäre das die bessere Grundlage gewesen.

„Das ist eigentlich schade, hier bei diesen schwierigen Platzbedingungen spielen zu müssen“, sagte Bächle, der sich aber nicht herausreden wollte aus der Tatsache, dass der Landesliga-Spitzenreiter trotz der tiefen, aber bespielbaren Richterwiese mehr als ein 1:1 bei seinem Ex-Club FSV Rheinfelden hätte herausholen können. FSV-Trainer Marc Jilg verteidigte den Umzug auf die Richterwiese, der mit Bedacht erfolgt sei: „Das haben wir aus taktischen Gründen gemacht. Auf dem Kunstrasen hätten wir gegen diesen spielerisch starken Gegner alt ausgesehen. Wir sind einfach müde und platt.“

Der SVW war zu Beginn leicht feldüberlegen. Immer wieder gefährlich zeigte sich Almin Mislimovic im vorderen Drittel, bei zwei Chancen scheiterte er nur knapp, ehe es doch klappte – mit Hilfe des Gegners. „Das Gegentor war ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk von uns“, sagte Jilg über jene Szene, die zum Rückstand führte. Das Präsent machte Saikou Sawaneh: Der Torwart des FSV, der ansonsten eine tadellose Partie ablieferte, hatte den Ball in der Hand, ließ ihn fallen und nahm ihn wieder auf. Den indirekten Freistoß aus zwölf Metern zirkelte Mislimovic in den Winkel, mit nun 14 Toren bleibt er aber hinter Tim Siegin (Bad Bellingen/ 15). Danach kam Rheinfelden stärker auf. Schüsse von Simon Kleiner und Jens Murawski verfehlten knapp ihr Ziel. Doch kurz vor dem Wechsel markierte Eren Salli das 1:1 für die Gastgeber, die in der Winterpause im Sturm und mit einem Torwart nachlegen wollen. Dany Quinteros Rückkehr sei fraglich, hieß es.

In der zweiten Hälfte hatten die Gäste die besseren Chancen. Sawaneh parierte bravourös einen Kopfball von Dustin Riede, wie auch den Nachschuss von Justin Samardzic. Auch bei einem Freistoß von Mislimovic war er noch mit den Fingern dran. Und schließlich parierte er einen Kopfball von David Groß. „Normalerweise müssen wir das zweite Tor machen“, ärgerte sich Bächle etwas über das zweite Saisonremis des Herbstmeisters. Über das Spiel seiner Mannschaft könne er „nicht meckern. Wir haben den Kampf angenommen und über 70 Minuten auch ganz ordentlichen Fußball gespielt“.

Quelle: BZ 03.12.2018

Spielbericht