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Der SV Weil geht auf Rang 3 in die Winterpause PDF Drucken E-Mail
Montag, den 10. Dezember 2012 um 00:00 Uhr

Coach Mathias Chrobok (rechts) und der spielende Co-Trainer Thoams Schwarze haben nach tollem Schlussspurt Rang 3 erobert (Foto: Doppelpass-Online)Acht Siege, drei Remis und fünf Niederlagen, so die Bilanz des SV Weil in der Winterpause der Saison 2012/2013. Von Platz drei grüßend sind die Demütigungen aus dem Abstiegskampf aus der Vorsaison in weite Ferne gerückt. Obwohl die Tabelle der Verbandsliga Südbaden aufgrund der Spielausfälle ein schiefes Bild abgibt, kann sich der SV Weil erst mal getrost zurücklehnen. Mit 27 Punkten hat die Mannschaft von Mathias Chrobok ein dickes Polster zu den Abstiegsrängen. Der anvisierte einstellige Tabellenplatz dürfte kein Problem mehr darstellen. Anfragen zu einer Neuausrichtung der Saisonziele wehrt Coach Chrobok vorerst ab. „Vierzig Punkte gilt es zu erreichen, dann schauen wir weiter.“
Anfang September sah alles noch ganz anders aus. Mit nur drei Punkten aus fünf Spielen bahnte sich eine weitere Zittersaison aus. Trotz guter Vorbereitung kam der SVW überhaupt nicht in die Gänge. Vor allem die Abwehr bereitete Kopfzerbrechen. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Fuhrler bereits im ersten Spiel war dieser Mannschaftsteil alles andere als stabil. Einem glücklichen Punkt in Freiburg (1:1) folgte ein weiteres Unentschieden gegen Hausen (1:1), ehe es in Bötzingen ein deftiges 0:4 zu verdauen galt. Auch gegen den VfB Bühl gelang kein Sieg (3:3) und nach der Pleite in Denzlingen (0:4) war der Fehlstart endgültig perfekt.
Kam, sah und traf: Ridje Sprich ist mit 15 Toren bisher bester Schütze in der Verbandsliga Südbaden (Foto: Breest)Die Wende gelang mit der Reaktivierung von Oldie Thomas Schwarze. Gegen den Vizemeister SV Oberachern gelang prompt der erste Saisonsieg (3:1). Schwarze dirigierte wie eh und je und gab seinen Nebenleuten mit cleverem Stellungsspiel und bärenstarkem Kopfballspiel die fehlende Sicherheit im Abwehrzentrum. In Lahr zitterte man sich zum wichtigen Sieg (4:3), chancenlos blieb der SV Weil gegen den SV Linx (1:3). Zum ersten Mal ohne Gegentor blieb die Weiler Elf dann in Endingen, Ridje Sprich’s Treffer war am Ende drei Punkte wert. Eine starke Halbzeit reichte nicht, beim Aufsteiger Rhodia Freiburg unterlag man 3:4. Der höchste Saisonsieg gelang gegen den SV Waldkirch, 5:1 hiess am Ende. Blass blieb die Mannschaft dagegen in Stadelhofen und unterlag am Ende verdient mit 2:1. Mit drei Siegen in Serie gelang dafür ein fulminanter Schlussspurt. Nach dem 4:1 Heimsieg über den Freiburger FC folgte der langersehnte Sieg gegen den VfR Hausen. Erneut erzielte Sprich das Tor des Tages. Den letzten Auftritt im Jahre 2012 gab der SV Weil im Heimspiel gegen die Spvgg F.A.L. Nach 0:1 Rückstand wurde die Partie noch zum 3:1 Sieg gedreht.
Jochen Bürgin konnte sich im rechten Mittelfeld einen Stammplatz erobern (Foto: Breest)Ein klarer Favorit ist in der Liga bisher nicht auszumachen. Die ersten zehn Plätze liegen nur neun Punkte auseinander. Leise, still und heimlich hat der FC Bötzingen die Tabellenspitze übernommen. Der Vizemeister aus Oberachern zeigte nach einem mühsamen Start zuletzt aufsteigende Tendenz und hat sich so auf Rang 4 vorgearbeitet. Noch besser platziert ist der FV Schutterwald, der nach gutem Beginn zuletzt etwas schwächelte. Auf Rang 2 haben die Ortenauer jedoch noch alle Optionen. Auch der VfR Hausen hatte die Führung zwischenzeitlich inne. Zahlreiche Verletzte ließen das Team von der Möhlin auf Platz 5 zurückfallen. Wie erwartet präsentiert sich der Freiburger FC als bester der Aufsteiger auf Platz 6 noch vor dem SV Linx, der in diesem Jahr die Rückkehr in die Oberliga anstrebt. Zwei Neulinge liegen auf einem Abstiegsplatz. Während die Spvgg F.A.L. nur zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist muss der Lahrer FV auf dem vorletzten Rang schon sechs Punkte gutmachen, um dem Sturz in die Landesliga zu entgehen. Abgeschlagenes Schlusslicht ist der VfB Bühl, dem in 15 Spielen kein einziger Sieg gelang. Im Jahre 2004 ist der VfB mit dem SV Weil  in die Verbandsliga aufgestiegen. Kein anderer Verein ist zwischenzeitlich länger dabei. Mit nur fünf Punkten brauchen die Zwetschgenstädter jetzt aber ein Fussballwunder, um die Serie fortzusetzen.
27 Spieler kamen in Weil bisher zum Einsatz. Kapitän Imad Kassem-Saad, sein Stellvertreter Martin Braun und Daniel Schäuble waren immer dabei. Fünfzehn Mal aufgestellt waren Jochen Bürgin, Ridje Sprich und Maximilian Imgraben. Bester Torschütze ist Ridje Spich (15) vor Daniel Schäuble (6) und Jochen Bürgin (4). Bester Torvorbereiter ist ebenfalls Ridje Sprich (7) vor Imad Kassem-Saad (6) und Jochen Bürgin (5). Komplett verzichten mussten die Verantwortlichen auf Yannik Weber, der nach Kreuzbandriss kein Spiel absolvieren konnte und noch einige Zeit fehlen wird. Auch Sandro Olveira wird erst in der nächsten Saison wieder Maximilian Imgraben: unumstrittene Nummer 1 im Weiler Tor (Foto: Schleier)einsatzbereit sein. Den Verein verlassen hat Guido Perrone. Mach drei tollen Spielzeiten fand Perrone in dieser Saison kaum noch Berücksichtigung. In Brombach hofft der 28-jährige zu alter Stärke zurückzufinden. Schon nach der Vorbereitung verschwunden ist Egemen-Emre Altindil, der ohne Punktspieleinsatz in seine schwäbische Heimat zurückgekehrt ist. Einziger Neuzugang im Kader der 1. Mannschaft ist der 19-jährige Daniel Mundinger vom Landesligisten FV Lörrach-Brombach. Schon mehrere Wochen im Training ist der Offensivspieler ab 01.01.2013 für den SV Weil spielberechtigt. Folgender Fahrplan gilt für den 24-Mann starken Spielerkader (ohne Olveira und Weber, mit Co-Trainer Th. Schwarze) in der Vorbereitung auf die Rückrunde:  Samstag, 19.01.13: Hallenturnier in Wehr, Donnerstag, 31.01.13: Trainingsauftakt im Nonnenholz (der Vorbereitungsplan kann auf der Homepage heruntergeladen werden), Samstag, 09.03.13: SV Weil 1910 - FC Bötzingen (erstes Pflichtspiel).