Spvgg F.A.L. - SV Weil 1910 1:2

Verbandsliga Südbaden - 28. Spieltag 01.06.2013

Spvgg F.A.L. - SV Weil 1910 1:2

Vielversprechendes Fundament

Der letzte Eindruck einer Saison bleibt haften. Schon deshalb wollte der SV Weil beim Absteiger Frickingen-Altheim-Lippertsreute noch einen positiven Akzent setzen. Der Fußball-Verbandsligist ließ sich nicht hängen, gewann mit 2:1 (0:0)-Toren und rutschte noch auf Platz fünf.

Fast wäre der Saisonabschluss allerdings zum Ärgernis geworden. Da der Platz der SpVgg F.A.L. überflutet war, wurde kurzerhand in Richtung Überlingen auf Kunstrasen umdisponiert. Wobei Kunstrasen eine veritable Übertreibung ist. "Eine Frechheit" fand Mathias Chrobok die Spielfläche. "Kein Granulat, der Platz war gemeingefährlich", wie der Weiler Trainer sagte, ohne Vorwürfe zu machen. Denn die Verlegung war schlicht der Eile geschuldet. Folge waren dennoch drei unschöne Verletzungen; unter anderem Maximilian Uhlenberg zog sich einen Cut an der Nase zu. "Zum Glück ist sie nicht gebrochen", sagte Chrobok.

Mit den Tücken des veralteten Platzes, sowie mit Sturm und Regen, kamen die Gäste immerhin ordentlich zurecht. Weil trat wie ein Favorit auf, war von Beginn an dominant und spielbestimmend. Der SVW war sichtlich um ein erfreuliches Saisonende bemüht, denn es ist immer gut für die Atmosphäre in einem Verein, sich mit einem positiven Abschluss in die Sommerpause zu verabschieden. Chrobok sprach von "75 Prozent Ballbesitz" für seine Mannschaft, die er nach dem 4:2-Sieg gegen Stadelhofen unverändert ließ. Während die Gastgeber weit und hoch bevorzugten, habe Weil "ein Flachpassspiel aufgezogen". Der Haken: fehlende Effizienz. Sowohl Uhlenberg, Fabian Schmidt als auch Jochen Bürgin scheiterten. Erst als Bürgin Goalgetter Ridje Sprich lehrbuchhaft in den Lauf spielte, jagte dieser den Ball ins lange Eck (55.). Es war sein 25. Saisontreffer. Sprich wurde mit Abstand bester Torjäger der Liga.

F.A.L. kämpfte sich zwar zurück. Nach einem Frickinger Lattentreffer (60.) ermöglichte ein Weiler Ballverlust im Mittelfeld das 1:1 (67.). Doch Chroboks Schimpftirade über das "Torgeschenk" war kaum verhallt, da wuselte sich Uhlenberg durch und besorgte die neuerliche Führung (74.). "Ein schönes Tor", urteilte Chrobok, der noch zittern musste: Zwei Prachtparaden von Torhüter Maximilian Imgraben verhinderten das 2:2, und so blieb es beim verdienten Dreier für Weil, das sich mit fünf Siegen in Serie noch unter die Top-Fünf geschoben hat. Der SV Endingen kann Weil noch auf Platz sechs verweisen, doch "einen einstelligen Tabellenplatz haben wir, wie vorgesehen, erreicht", sagt Chrobok. Er ist auch aufgrund der vielen Verletzten "sehr zufrieden" mit der Spielzeit.

Vier Neuzugänge wird der Klub demnächst verkünden, für Mittelfeld und Angriff. Es handelt sich um Spieler, die "zum Teil schon Verbandsligaerfahrung haben", wie Chrobok verrät. Er kann auf einem vielversprechenden Fundament aufbauen, denn nur Daniel Schäuble wechselt, und Martin Braun will in der "Zweiten" kürzer treten. Zudem kommen Langzeitverletzte wie Joni Said und Yannick Weber zurück. Chrobok sagt: "Wir haben eine junge Mannschaft, die noch keine Konstanz, aber große Offensivstärken hat, und das macht großen Spaß." Was keine schlechte Voraussetzung ist.

Quelle: Badische Zeitung vom 03.06.2013

Der SV Weil 1910 spielte mit folgender Aufstellung: Imgraben - Uhlenberg, Kluge (61. Emmerich), Braun, Schmidt - Elsasser, Kassem-Saad, Fuhrler, Götz (82. Mislimovic) - Sprich, Bürgin (60. Blaschke).

Tore: 1:0 Sprich (55.), 1:1 Huber (67.), 2:1 Uhlenberg (74.)

Schiedsrichter: Andreas Reichle (Bad Waldsee)

Zuschauer: 120

Maximilian Uhlenberg (rechts) erzielte in Überlingen das Siegtor für Weil, kam allerdings nicht ohne Schramme davon. Foto: Archivfoto: Kaufhold

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