U15:Ruppiges Match am Hohentwiel

JFV Singen - SV Weil (U15-Landesliga) 1:2 (0:0)

Unter keinen optimalen Vorzeichen sollte es zum JFV Singen an den Hohentwiel gehen: 5 Spieler verletzt oder krank, 2 wegen privaten Terminen nicht verfügbar. So stand eine etwas veränderte Mannschaft auf dem Platz, allerdings in der gewohnten Grundordnung. Doch es lief einfach nicht rund, zuviel klein-klein, zuviel Stückwerk, keine sicheren Zuspiele, beinahe jeder dritte Ball spätestens landete beim Gegner. Die Singener gingen zudem auch sehr aggressiv zu Werke, was nicht jedem unserer Spieler passte, und so bekamen sie in der 1. HZ einfach keinen richtigen Zugriff und vor allen Dingen auch überhaupt keine Ruhe oder Sicherheit im Aufbauspiel. Es war überhaupt nicht schön anzusehen. Wenigstens standen sie defensiv sicher genug, um die wenigen Nadelstich-Angriffe des JFV abfangen zu können. So stand zu Halbzeit lediglich ein Lattentreffer von Gianluca nach einem Verzweiflungsschuss aus gut 18-20 Meter aus halbrechter Position auf der Haben-Seite. Mit einem unbefriedigenden 0:0 ging es dann in die Kabinen. Wir hatten uns einiges vorgenommen für die 2. Halbzeit, früher anlaufen, selber besser kombinieren und Chancen erspielen. Doch es kam alles ganz anders!

Wir haben uns 5 Minuten nach Wiederanpfiff klassisch auskontern lassen und gerieten mit 1:0 in Rückstand. Da hatte Jakob im Tor keine Abwehrmöglichkeit. Wir haben es unserem Gegner in dem Moment zu einfach gemacht, zu hoch gestanden und nicht rechtzeitig abgesetzt, und sie nutzten diese Chance clever zur Führung. Aber es war im Gegenteil kein Genickbruch, es war der berühmte Wachmacher!! Jetzt puschten sie sich hoch, jetzt haben sie gemerkt – hey wenn wir jetzt hier nicht zusammen stehen geht das gehörig in die Hose!! Jetzt auf einmal nahmen sie Fahrt auf, sie kämpften, sie rackerten, und sie wurden belohnt. Nur 4 Minuten nach dem Rückstand (40.) konnte Khalil nach einer Ecke einen sehr schönen Kopfball gegen die Laufrichtung des Torhüters zum Ausgleich ins lange Eck setzen. Jetzt waren wir am Drücker und der Frust bei den Gastgebern stieg. Sie langten jetzt schon das eine oder andere Mal gehörig hin, da wäre dann doch das eine oder andere mahnende Wort des Schiedsrichters notwendig gewesen. In der 57. Minute dann die Führung durch Khalil nach feiner Vorarbeit durch Ersin direkt durchs Zentrum, da musste Khalil nur noch einschieben. Er wurde danach vom gesamten Team beinahe erdrückt, auch die Ergänzungsspieler waren nicht zu halten. Aber es kamen jetzt auch die weniger schönen Szenen mit kleineren Scharmützeln, ja sogar Rudelbildung. Sie wehrten sich jetzt auch mal, waren richtig giftig in den Zweikämpfen und hielten dagegen. Khalil musste nach einem hitzigen Wortgefecht für 5 Minuten in die Kühlbox nachdem er vorher heftig gefoult wurde, sein Kontrahent aber wenigstens auch (66.). Niklas bekam gelb (69.), weil er energisch einen Platzverweis gefordert hatte (der auch berechtigt gewesen wäre) für ein Foul an Roberto, der gerade aus einer ewigen Verletzungszeit heraus kommt und von hinten ohne Chance auf den Ball in die Knochen brutal umgesemmelt wurde. Für dieses Foul bekam der Singener nur gelb!! Da hielten wir dann schon mal ganz kurz die Luft an. Die beiden hochkarätigen Möglichkeiten (67. & 69.) für eine beruhigendere 1:3 Führung gingen da völlig unter, da konnte sich der Torhüter der Singener auch durch Taten auszeichnen. Nach ewigen 3 Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiri dann diese hitzige Partie ab.

Fazit: Auch solche Spiele muss man erst mal gewinen. Das Positive daraus ist die Reaktion des Teams nach dem Rückstand. Schön war es nicht, aber auch diese 3 Punkte zählen am Ende, denn dort wird dann abgerechnet!!

Es spielten: Tor: Jakob Wirtz Abwehrkette: Gianluca Pezzella, Louis Juckel, Luke Deibler; Niklas Reusch Mittelfeld: Max Scheurer, Faton Selmani, Gabriel Wöhrle, Noel Kuntzmann Angriff: Khalil Droubi, Hannes Brenneisen

Tore: 40. Min. 1:0 / 44. Min. 1:1 Khalil / 57. Min. 1:2 Khalil

Einwechslungen: 35. Min. Benjamin Kayatz für Max Scheurer 46. Min. Ersin Bekmezci für Hannes Brenneisen 65. Min. Roberto Viviano für Faton Selmani

 

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