Landesliga Staffel 2 - 22. Spieltag 07.04.2018

Nur ein Dreier im Lotto

An Almin Mislimovic lag es nicht. Nicht nur, dass der Offensivspieler am frühen Sonntagmittag drei Tore zum Remis des Landesligisten SV Weil in Freiburg beitrug, der 25-Jährige erledigte parallel auch die gemeinhin als undankbar aufgefassten Aufgaben im Spiel gegen den Ball in zuverlässiger Manier. Wie seit Wochen schon. Mislimovic geht Wege, stellt Räume zu, scheut die zweikampfintensiven Zonen nicht. „Almin ist immer im Training, hat mit die besten Fitnesswerte bei uns“, sagt Trainer Tobias Bächle.

 

Doch im Spiel beim FC Freiburg-St. Georgen nutzten auch Mislimovics Qualitäten und sein Dreierpack nur bedingt, ein Punkt war es am Ende für die Weiler, der sich anfühlte wie ein billiger Dreier im Lotto, nachdem schon mindestens ein Vierer gesichert schien. 3:1 und 4:2 führten die Weiler, sie hatten das Spiel unter Kontrolle und gaben gegen einen biederen Gegner noch zwei Punkte aus der Hand. „Das ist wirklich schwer zu verkraften“, bewertete Bächle das Ergebnis (4:4) und schloss die Leistung mit ein. Zumindest die vor dem eigenen Tor. „Offensiv sehr gut, defensiv ganz schwach“, lautete sein Statement. „Wir machen individuelle Fehler und schenken die Tore einfach her.Wir haben die Treffer für St. Georgen selber aufgelegt.“ Zum Beispiel so: Langer Ball, Kopfball zum Gegner, Tor.

Dabei hatten sie souverän begonnen. Mislimovic hatte sich vor der Pause zweimal energisch wie technisch ausgereift durchgesetzt, im Strafraum bekam er den Ball, distanzierte zwei Gegenspieler und traf ins lange Eck. Inklusive eines verwandelten Foulelfmeters stand es nach gut 30 Minuten 3:1. Mit der Einwechslung von Routinier Johannes Lienhard bekam das gegnerische Spiel allerdings eine spürbare Auffrischung. Yannik Weber erhöhte noch auf 4:2 (64.), doch ein Doppelschlag von Nicolas Greitzke rettete den Freiburgern einen Punkt im Abstiegskampf. Dass auch noch David Groß Gelb-Rot und eine Spielsperre aufgebrummt bekam (88.), passte ins Bild. Auch der Schiedsrichter hatte den Überblick verloren, denn Groß war komplett unbeteiligt. „Wir bringen unsere Gegner immer wieder ins Spiel, schaffen es nicht, souverän zu bleiben und einen Sieg nach Hause zu bringen“, sagte Bächle. Deshalb gehört der SV Weil, Stand jetzt, auch nur ins Mittelfeld der Liga. „So ist es“, sagte der Coach.

BZ 09.04.2018

Spielbericht